„Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“: so lautet der offizielle Name der Jugendorganisation der SPD, die über die letzten Jahre keine offiziellen Strukturen im Berchtesgadener Land hatte. Das hat sich nun geändert: bei einer Mitgliederversammlung im Haus der Vereine in Piding hat sich der Verband wieder neu gegründet und einen Vorstand mit Lilli Stark und Johannes Heimerl als Co-Vorsitzende gewählt.
Starthilfe für die Wiedergründung haben heimische SPD-Kommunalpolitiker geleistet: die Freilassinger Stadt- und Kreisrätin Susanne Aigner, die Berchtesgadener Marktgemeinderätin Kati Huber und aus Piding Gemeinderat Helmut Grünäugl und der Sprecher der SPD Kreistagsfraktion Roman Niederberger halfen bei den Formalitäten der Aufstellungsversammlung und sicherten Ihre Unterstützung für die wieder neu formierten Jusos zu. Als Geburtshelfer war außerdem Nikita Borisov von den Jusos Oberbayern mit dabei.
An der Spitze des Verbandes stehen mit Lilli Stark und Johannes Heimerl zwei junge
Menschen aus Freilassing. Beide sind bei der Kommunalwahl im März politisch aktiv
geworden und Johannes Heimerl hat auch auf der Stadtratsliste der SPD kandidiert.
Lilli Stark studiert in Salzburg Politik, Wirtschaft und Philosophie, in Freilassing ist sie Teil des Ortsvorstands der SPD und sie engagiert sich vor allem für die Themen Feminismus, soziale Gerechtigkeit und setzt sich für Migration ein.
Johannes Agapitus Heimerl ist Biomediziner, Vorsitzender der SPD in Freilassing, studiert in Salzburg den Master Medizinische Biologie und den tri-disziplinären Master European Union Studies mit politik-, wirtschafts- und Rechtswissenschaftlichem Fokus auf die EU. Er setzt sich vor allem für Themen wie Chancengleichheit in Bildung, die Unterstützung von jungen Stimmen in Gemeinden, die Transformation kommunaler Daseinsvorsorge und die Stärkung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ein.
Als Beisitzer im Vorstand wurden Lena Grünäugl aus Piding, Martin Moderegger aus Berchtesgaden und Tim Roth aus Freilassing gewählt.
Bei der Gründungsversammlung kam auch die inhaltliche Diskussion nicht zu kurz: die Jusos nahmen die Jugendbefragung aus 2025 im Berchtesgadener Land unter die Lupe. „Die jungen Menschen im Landkreis wünschen sich gute öffentliche Verkehrsmittel, bessere Freizeitangebote und Möglichkeiten, sich zu treffen und einen offenen, respektvollen Umgang. Zugleich hat nur die Hälfte von ihnen den Eindruck, dass ihre Interessen vor Ort tatsächlich ernst genommen werden“, fasste Johannes Heimerl zusammen. Es gibt also viel zu tun für die Jusos und für sozialdemokratische Politik sowohl in den Städten und Gemeinden als auch in Bund und Land, war man sich einig.
Einen Schwerpunkt in der politischen Arbeit der Jusos sollen auch die Themen Bildung und bezahlbarer Wohnraum bilden. Diese Bereiche seien von entscheidender Bedeutung für die Chancen junger Menschen und die Möglichkeit, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Die Jusos Berchtesgadener Land sind schon jetzt auf Instagram mit @jusos.bgl und Facebook zu finden; außerdem ist eine eigene Internetseite unter www.juso-bgl.de im Aufbau. Wer also Lust darauf hat, gemeinsam mit anderen jungen Menschen fortschrittliche Politik zu gestalten, kann sich also ganz einfach online melden; eine Parteimitgliedschaft ist dafür nicht notwendig.